„Die langen Stämme der Fichten geben mir Besinnung, ihre Bewegung ist auf lange Zeit angelegt, wie meine Kunst – Wind zwischen Bäumen.“ *


In den Gesprächen mit meinem Großvater habe ich mich als Filmemacher oft befragt, wie sich der Ausspruch „Wind zwischen Bäumen“ visualisieren lässt. Wenn ich an die erzgebirgischen Wälder denke, dann kommt mir das Bild der sich biegenden Fichten im Wind in den Sinn. Und wenn ich das Vorwort aus seinem Buch „Umgang mit Holz“ zur Hand nehme, lese ich, dass Wind im Hebräischen „Geist“ bedeutet. Ein Geist, der Stämme bewegt, sie aufspaltet um das Innere zu zeigen, die „Wahrheit der Strukturen“. Hier wird der Ausspruch in seiner Doppelheit kraftvoll und die Idee meines Grossvaters – seiner Kunst – sichtbar. Dieser Bewegung, dieser Kraft bin ich nachgegangen und habe das vorhandene Film- und Fotomaterial über meinen Großvater zu einem kurzen filmischen Dokument aufgearbeitet. 


*aus dem Buch „Umgang mit Holz“, Hans Brockhage, 2004



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