Erinnerung an Hans Brockhage


„Moritz Richard Schmidt lässt in einem sehr einfühlsam geführten Interview Hans Brockhage zu Wort kommen. In wenigen Sätzen spannt Brockhage den Bogen vom durch den Zweiten Weltkrieg beschädigten Leben seiner Generation, über Beobachtungen von Bäumen,  volkskünstlerischem Erbe, sachlichem Industriedesign bis hin zu Skulpturen der 1980er Jahre. Brockhage formuliert nachdenklich, vorsichtig, nicht ohne Humor, in typischen Understatement, dass man erst 60 Jahre alt werden müsse, um das Wesen der Plastik zu begreifen. Seine Gesten lassen die körperliche Dimension der Begriffe ahnen. »Denken ist Plastik«, sagte eins Joseph Beuys, aus der gleichen Generation. Der Film bewahrt die Er-Innerung an Hans Brockhage im echten Sinne des Wortes. Es wird sein Inneres, die wichtigsten Gedanken seiner flexiblen Methode, die er praktisch bis zur letzten Minute überprüfte, verwarf und von neuem entwickelte, dokumentiert.“


von Johannes Eichenthal / LitteratA / www.mironde.de